07.09.2018

Run & Gone

Cleanes Laufprojekt machte Station bei den Radebeuler Sozialprojekten

Am 05.09.2018 besuchte uns in unseren Räumen in der Freiberger Straße 122 unser ehemaliger Klient Reno Werner mit seinen Mitstreitern Roberto Füger und Jörg Fischer. Bereits zum dritten Mal laufen sie unter dem Motto „Run and Gone – gemeinsam laufen gegen Drogen“ jeden Tag eine Marathondistanz und besuchen bei ihren Etappen, die insgesamt 300 km umfassen, Therapieeinrichtungen, Suchtkliniken und Suchthilfeträger.

Reno Werner hatte die Idee zu seinem cleanen Laufprojekt nach einem schweren Autounfall, nach dem niemand glaubte, dass er „überhaupt wieder aufstehen“ würde. Die Namensgebung greift mit „Run“ das laufen auf, das für ihn auch therapeutische Wirkung hat und Erfüllung bringt. „Gone“ bezieht sich auf das, was man hinter sich lässt: die schwere zeit, die Tiefschläge, die Suchterkrankung. Er hat dieses Vorhaben „Run & Gone“ mit enorm viel Kraft, Ehrgeiz, Leidenschaft und Durchhaltevermögen über mehrere Jahre entwickelt und so seine Suchterkrankung und schwere persönliche Krisen überwinden können.

Am vergangen Donnerstag waren wir der Anlaufpunkt. Reno traf sich nach 11 Jahren mit seinem damaligen Betreuer Jörg Maxwitat wieder, der nun in unserer Firma als Sozialpädagoge und Fachberater für ambulante Hilfen tätig ist. Es gab einen Pressetermin mit der Zeitung „Dresdner Neueste Nachrichten“ und im Anschluss eine Gesprächsrunde mit 20 Jugendlichen aus unseren pädagogisch-therapeutischen Wohngruppen „Haus Keulenberg“ und „Hof Dallwitz“. Reno Werner zeigte ein kurzes Video zu seinem Projekt und berichtete gemeinsam mit Roberto und Jörg von Wegen aus der Sucht. Es folgte ein sehr konzentrierter und reflektierter Austausch mit unseren Jugendlichen, den Jörg Maxwitat und unser Erlebnispädagoge Nico Darwich-Müller moderierten. Nach einer guten Stunde beendeten wir die Runde, denn Reno, Roberto und Jörg hatten sich vorgenommen, an diesem Tag über Tharandt bis nach Freiberg zu laufen. Fast alle Jugendlichen trauten es sich zu, die drei Ultra-Marathonläufer ein Stück des Weges zu begleiten. Mitarbeiter_innen aus dem Betreuerteam und der Öffentlichkeitsarbeit sowie eine Praktikantin gesellten sich hinzu und in der Freiberger Straße startete eine Laufgruppe von gut 30 Personen, die bei 29 Grad und Sonnenschein 5 Kilometer aus der Stadt hinaus bis zur Pesterwitzer Kirche den ersten langen Anstieg des Tages mit den Läufern teilte.

Hier mussten wir uns verabschieden. Das gegenseitige Kennenlernen war schön und viele Ideen entstanden – teilweise von den Jugendlichen eingebracht – wie wir unsere Zusammenarbeit ausbauen können. Auf jeden Fall werden wir Reno Werner auch zukünftig bei seinem Projekt unterstützen und freuen uns, dass wir ihn ein weiteres Stück seines Weges begleiten zu durften.

Viel Glück Euch dreien auf den weiteren Etappen!

Weitere Informationen: www.run-and-gone.de